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Wir sind heute medizintechnisch in der Lage verschiedene Gewebe
im Labor zu züchten, nachdem vom Patienten minimalinvasiv,
das heisst mit nur punktueller Entnahme, sehr wenige der gewünschten
Zellen oder deren Vorläufer entnommen wurden.
Zu den nachzüchtbaren Geweben gehören
- Hautgewebe
- Knorpelgewebe
- Knochengewebe
Haut
Hautgewebe
wird biotechnologisch hergestellt, um bei Verbrennungsopfern
in Second stage Operationen für funktionelle und kosmetische
Rehabilitation zu sorgen. Gleiches gilt für Patienten nach
Tumoroperationen, wenn größere Gewebeareale wegen Tumorausbreitung
entfernt werden mussten und danach nicht mehr ausreichend Deckgewebe
zur Verfügung steht.
Das Prinzip des Tissue Engineering mit Haut und anderen Geweben
ist denkbar einfach:
Zuerst wird dem Patienten vom Arzt ein kleines
Stück Gewebe entnommen. Dann werden die Zellen in einem GMP-Labor
(Good Manufacturing Practice) isoliert und vermehrt. Die Kultivierung
erfolgt nach europäischer Gesetzgebung unter den strengen
Kriterien der Gesundheitsbehörden.
Nach mehreren Wochen steht dem behandelnden Arzt ein komplettes,
lebendes Gewebetransplantat zur Verfügung, das dem Patienten
an der geschädigten Stelle eingesetzt wird.
Vorteile dieses Tissue Engineering Verfahrens:
Aus kleinsten Gewebeproben
können ganze Gewebetransplantate hergestellt werden, und vor
allem: Der Körper stößt seine eigenen Zellen nicht
ab.
Knorpel
Gleiches
gilt für die Herstellung von Knorpel, der heute
besonders im Kniegelenk nach biotechnologischer Herstellung genutzt
wird, um durch Unfall oder Abnutzung (Übergewicht, Fehlbelastung
usw.) fehlenden Knorpel zu ersetzen. Dem Patienten wird mit dem
Ersatz von eigenem (!) Knorpel quasi ein neues Leben geschenkt.
Er ist wieder in der Lage sich schmerzfrei
zu bewegen.
Knochen
Der
häufigste Anwendungsbereich für biotechnologisch
gewonnenen Knochen ist sicher der Kieferknochen. Wenn dieser wegen
einer über lange Zeit nicht behandelten
Parodontalerkrankung oder wegen nicht ausreichender Mundhygiene
und Prophylaxe zurückgegangen ist, fehlen oft Möglichkeiten,
für den meistens vom Patienten gewünschten, auch sinnvolleren
und komfortableren Zahnersatz Implantate zu setzen.
Es ist nicht mehr ausreichend Knochenvolumen dafür vorhanden.
Die Biotechnologie hilft uns hier mit der phantastischen Möglichkeit,
eigenen vitalen (!) Knochen in Form von Bone Chips einzusetzen,
wo wir Knochen aufzubauen haben, um Implantate setzen zu können
und damit den Patienten mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen.
Große Entnahmeoperationen wie früher z.B. vom Beckenkamm
sind nicht mehr nötig.
Auch für andere Bereiche ist „gezüchteter“ Knochen
einzusetzen, z. B. nach Unfallverletzungen des Knochens am Bein,
Arm oder an der Hand.
BMPs (Bone Morphogenetic Proteins) siehe unter Knochenaufbau 
PRP (Platelet Rich Plasma)
Das "plättchenreiche Plasma" stellt ein Zentrifugat
dar, das direkt vor dem Eingriff aus dem Blut des Patienten gewonnen
wird.
Es wird eingesetzt, um die Wundheilung zu verbessern und spezielle
regenerative Heilungsschritte zu beschleunigen. Bevorzugt wird
es bei der Sofortimplantation eingesetzt.
Die
Tagesklinik Aesthetics And Implants™ (AAI-Hannover) ist eine
der wenigen und ersten Kliniken, die erfolgreich und erfahren
mit den
Möglichkeiten
des biotechnologischen Knochenaufbaus arbeitet und in klinische
Studien eingebunden ist.
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